Im Sommer 2019 bot sich uns die Möglichkeit an einer Exkursion im Bliesgau teilzunehmen und den Bruterfolg der Steinkäuze dort zu erleben.

Peter Mende und Klaus Walter haben uns mitgenommen in ihr "Revier" und uns einen Einblick in die tägliche Arbeit sowie das Beringen der Jungvögel gegeben.

Im Bliesgau haben die Steinkäuze beste Verhältnisse: weite Wiesen und Felder, die ganzjährig gemäht werden sowie alte Obstbäume. Aber was die Exkursion und der Einblick in die Arbeit der beiden Steinkauzurgesteine gezeigt hat: Der Lebensraum ist gut, aber ohne die aktive Unterstützung durch Nisthilfen wäre eine srtabile Population wohl nicht vorzufinden. Mittlerweile gibt es überall zu wenige alte Obstbäume mit natürlichen Bruthöhlen, die die Käuze zur Aufzucht der Jungen nutzen können. Zwar wird auch im Bliesgau vermehrt neu gepflanzt. Aber bis diese Bäume für die Steinkäuze nutzbar sind, können Jahrzehnte ins Land gehen.

 

Umso schöner ist es, den Erfolg der Arbeit zu sehen.

Wir haben den Jungvögeln den Weg nach Ottweiler ins Ohr geflüstert und hoffen, dass die Flugroute sie zu uns führt. Dann gibt es im nächsten Jahr vielleicht Bilder aus unserer Region. Wir drücken die Daumen und bleiben anm Ball.

Hier zeigt Peter Mende, wie der Zustand der Jungvögel überprüft wird. Am Federkleid kann man erkennen, ob die Jungen bald flugfähig sind oder noch einige Zeit in der Niströhre verbringen.