Turmfalkenschutz in Ottweiler und Umgebung

Das Projekt zum Turmfalkenschutz wurde 2018 unter Leitung von Elmar Becker erfolgreich wiederbelebt.

Im ersten Schritt wurden die brachliegenden Kästen von Schmutz und Nistmaterial befreit, damit wieder genügend Platz für die neue Brut vorhanden ist. 

Elmar Becker betreut mehrer Kästen, die sich alle in Gebäuden befinden, die durch eine Öffnung von außen für die Vögel zugänglich sind. Im Gebäude ist der Kasten durch eine Luke zugänglich, um das Reinigen des Kastens möglichst einfach zu halten. Schwindelfreiheit ist bei dieser Arbeit dennoch ein Muss. Denn der Turmfalke liebt hochgelegene Brutstandorte, weshalb Kirchtürme, hohe Gebäude oder Masten mit einer kleinen Nische oder Öffnung der perfekte Brutplatz für den Greifvogel sind. Als früherer Felsbewohner zählt er als einer der wenigen zum Nutznießer der Urbanisierung.

 

Gute Aussicht und Schwindelfreiheit

Die exponierten Standorte werden auch gerne von anderen Vögeln in Beschlag genommen. Deshalb werden die Nistkästen immer wieder auch von Dohlen belegt, die enorme Mengen von Nistmaterial, vor allem Äste, einbringen. Deshalb ist, vor allem auch um die Kooperation mit den Besitzern der bebrüteten Gebäude nicht zu belasten, eine regelmäßige Reinigung und Wartung der Nistplätze obligatorisch.

 

Gleich zweifach Bruterfolg in Steinbach 2018

Im Juni ist die Hochzeit für die Turmfalken: Die Brut ist geschlüpft und steht kurz vorm Ausflug. 

Auch in Ottweiler war die Brutsaison 2018 sehr erfolgreich. Die fleißigen Ehrenamtler Dietmar Morgenstern, Elmar Becker und Markus Gießelmann wurden mit fünf quitschfidelen Küken im Nistkasten in Steinbach und mit vier Turmfalkenküken im Brutkasten am Wetschhauser Hof belohnt. 

In der Giebelwand einer Scheune in Wetschhausen fand sich in einer Höhe von ungefähr sieben Metern über einer Zwischendecke ein mit Falken belegter Nistkasten. Während die erste Inspektion des Kastens noch mit einer Leiter gelang, war doch die Reinigung in dieser Höhe mit einer Leiter zu gefährlich. Daher wurde auf der Zwischendecke der Scheune von der Eulen und Falken AG des NABU Ottweiler (Dietmar Morgenstern, Elmar Becker und Markus Gießelmann) ein Gerüst aufgebaut. Somit konnte der Falkenkasten relativ problemlos gereinigt werden.

Um in Zukunft den Nistkasten leichter inspizieren zu können wurde in die Rückwand des Kastens eine Kamera eingebaut. Die Kamera verfügt über die Möglichkeit einer Foto- und Videodokumentation, optimiert für Aufzeichnungen in der relativen Dunkelheit des Nistkastens. 

 

Live aus dem Nistkasten

Bei weiteren, leichter zugänglichen Nistkästen wurden Löcher in die Rückwände gebohrt und mit Pfropfen oder Platten abgedeckt. Dadurch kann eine Endoskopkamera eingeführt werden, so dass bei der Inspektion die Vögel nicht verschreckt werden.

Die Bilder der Kleinen wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Ich hoffe sie machen euch so viel Freude wie uns! 

Wer Interesse am Turmfalken hat kann sich hier etwas näher informieren.

Und wenn Sie Fragen zum Projekt haben oder gerne tatkräftig unterstützen möchten, melden Sie sich gerne direkt bei Elmar Becker.